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  • AutorenbildHans Genthe

Tolerance is only possible with knowledge

(Für die Deutsche Übersetzung nach unten scrollen) I got to know the Arabs as tolerant and very hospitable people. The press coverage in Germany had formed a different picture in my head, and because of the contrast to my personal experiences, I repeatedly looked into the history of the region.

During the current conflict in the Gaza Strip, I had some interesting discussions that revealed to me the gaps in my historical knowledge.

I believe that ONLY against the background of the history of the last 100 years is it possible to reasonably assess the situation and have sufficient tolerance for both sides.

Especially important to understand the discussions around UN chief Guterres' remarks.


Here is a short summary:


The nation of Israel is the world's first Jewish state in two millennia. For the Jews, it represents the restoration of their homeland after the centuries-long diaspora that followed the fall of the Herodian kingdom in the 1st century AD. As such, it remains the focus of widespread Jewish immigration.


By 1800, fewer than 25,000 Jews lived primarily in Jerusalem.


By the end of 1800, rising European anti-Semitism led to a new wave of emigration to Palestine in the form of agricultural colonies financed by the Rothschilds and other wealthy families.


In 1917, Zionists persuaded the British government to adopt the Balfour Declaration, a document that committed Britain to supporting the establishment of a "Jewish homeland" in Palestine. Amid considerable controversy over contradictory promises of war to the Arabs and French, Britain managed to secure acceptance of the Declaration by the new League of Nations, which placed Palestine under a British mandate.


In 1919 the Jewish community had around 100,000 members.


1930s British government proposed partition of Palestine, rejected by Arabs (majority).


1936-39 Under British colonial rule, the Arab revolt began with the intention of limiting Jewish immigration. The British Peel Commission spoke for the first time of a Jewish state and awarded it an area that was immensely larger than existing Jewish land holdings and recommended the forcible resettlement of the Arab population from the planned Jewish state.


In 1939, the British limited immigration to 75,000 Jews in 5 years in a White Paper.


1944 Alexandria Protocol: Arabs officially deplore the bitter fate inflicted on European Jewry by European dictatorships, pointing out that the issue of surviving European Jews should not be confused with Zionism. The solution to the problem of European Jewry should not be achieved by inflicting injustice on the Palestinian Arabs.


In 1945, due to the persecution of Jews and funding from Jews worldwide, the community in Palestine grew to 600,000, among 1.2 million Arabs, which led to tensions. The British tried to prevent this immigration, seeing it as illegal and a threat to the stability of a region important to the war effort.


1947 The UN General Assembly decided to divide British-controlled Palestine into two states, one Jewish and one Arab. An Arab proposal to refer the question of whether the General Assembly had the power to divide a country against the will of the majority of its inhabitants (in 1946 there were 1,269,000 Arabs and 678,000 Jews in Palestine) to the International Court of Justice was narrowly defeated.


In 1948 Israel declared independence, which was not recognized by the Arabs, which resulted in a war.


In 1949, Israel occupied five times more land than the UN partition plan and displaced more than 600,000 Arabs. Around 150,000 Arabs remained in Israel. With much of their land confiscated, Arabs were forced to abandon agriculture and work as unskilled labor in Jewish industry and construction companies. As citizens of the State of Israel, they were theoretically guaranteed the same religious and civil rights as Jews. In reality, however, they lived under military jurisdiction until 1966, which severely restricted their political opportunities and freedom of movement.


The Gaza Strip was under Egyptian control from 1948-67. In May 1950, UNRWA set up a total of 53 "refugee camps" to help the more than 650,000 Arab refugees. The Gaza Strip, 25 miles (40 km) long and 4-5 miles (6-8 km) wide, became one of the most densely populated areas in the world. Unemployment was high, many Palestinians lived in refugee camps and were primarily dependent on UN aid. Most of the agricultural land they had previously cultivated was now inaccessible and industry was hardly allowed, but trade flourished,


German translation: Ich habe die Araber als tolerante und sehr gastfreundliche Menschen kennengelernt. Die Presseberichterstattung in Deutschland hatte ein anderes Bild in meinem Kopf geprägt. Wegen dieses Gegensatzes zu meinen persönlichen Erfahrungen habe ich mich immer wieder mit der Geschichte der Region auseinander gesetzt.

Im Zuge des aktuellen Konflikts im Gaza-Steifen hatte ich einige interessante Diskussionen, die mir meine Lücken im Geschichtswissen offenbarten.

Ich glaube, NUR vor dem Hintergrund der Geschichte der letzen 100 Jahre is es möglich, die Situation halbwegs zu beurteilen und ausreichend Toleranz für beide Seiten zu haben. Vor allem wichtig, um die Diskussionen um die Äußerungen von UN-Chef Guterres zu verstehen. Hier eine kurze Zusammenfassung: Die Nation Israel ist der erste jüdische Staat der Welt seit zwei Jahrtausenden. Er stellt für die Juden die Wiederherstellung ihrer Heimat nach der jahrhundertelangen Diaspora dar, die auf den Untergang des herodianischen Königreichs im 1.Jahrhundert n. Chr. folgte. Als solches ist es nach wie vor der Mittelpunkt einer breiten jüdischen Einwanderung.


Um 1800 lebten weniger als 25 000 Juden hauptsächlich in Jerusalem.


Ende 1800 führte der zunehmende europäische Antisemitismus zu einer neuen Auswanderungswelle nach Palästina in Form von landwirtschaftlichen Kolonien, die von den Rothschilds und anderen wohlhabenden Familien finanziert wurden.


1917 überzeugten Zionisten die britische Regierung, die Balfour-Erklärung zu verabschieden, ein Dokument, das Großbritannien dazu verpflichtete, die Errichtung einer "jüdischen Heimstätte" in Palästina zu unterstützen. Inmitten erheblicher Kontroversen über widersprüchliche Kriegsversprechen an die Araber und Franzosen gelang es Großbritannien, die Annahme der Erklärung durch den neuen Völkerbund zu erreichen, der Palästina unter britisches Mandat stellte.


1919 ware die jüdische Gemeinde ca. 100.000 Mitglieder groß.


1930er Die britische Regierung schlug die Teilung von Palästina vor, wurde von den Arabern abgelehnt (Mehrheit).


1936-39 Unter britischer Kolonialherrschaft begann die arabische Revolte, mit der Absicht die jüdische Einwanderung zu begrenzen. Die britische Peel-Kommission sprach das erste mal von einem jüdischen Staat und sprach diesem ein Gebiet zu, das immens größer war als der bestehende jüdische Landbesitz, und empfahl die gewaltsame Umsiedlung der arabischen Bevölkerung aus dem geplanten jüdischen Staat.


1939 begrenzten die Briten in einem Weissbuch die Einwandung auf 75.000 Juden in 5 Jahren.


1944 Alexandria-Protokoll: Araber bedauern offiziell das bittere Schicksal, das dem europäischen Judentum von den europäischen Diktatoren zugefügt worden war, weisem darauf hin, dass die Frage der überlebenden europäischen Juden nicht mit dem Zionismus verwechselt werden dürfe. Die Lösung des Problems des europäischen Judentums dürfe nicht dadurch erreicht werden, dass man den palästinensischen Arabern Unrecht zufügt.


1945 wuchs die Gemeinde in Palästina durch die Judenverfolgung und Finanzierung durch Juden weltweit auf 600.000, zwischen 1,2 Mio Arabern, was zu Spannungen führte. Die Briten versuchten, diese Einwanderung zu verhindern, da sie sie als illegal und als Bedrohung für die Stabilität einer für die Kriegsanstrengungen wichtigen Region betrachteten.


1947 Die UN-Vollversammlung beschloss die Teilung des britisch beherrschten Palästina in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Ein arabischer Vorschlag, den Internationalen Gerichtshof mit der Frage zu befassen, ob die Generalversammlung befugt sei, ein Land gegen den Willen der Mehrheit seiner Bewohner zu teilen (1946 lebten 1.269.000 Araber und 678.000 Juden in Palästina), wurde knapp abgelehnt.


1948 erklärte Israel die Unabhängigkeit, die wurde nicht von den Arabern anerkannt, was in einem Krieg mündete.


1949 besetzte Israel 5x mehr Land als im Teilungsplan der UN vorgesehen und vertrieb mehr 600.000 Araber. Rund 150.000 Araber blieben in Israel. Da ein Großteil ihres Landes konfisziert wurde, waren die Araber gezwungen, die Landwirtschaft aufzugeben und als ungelernte Arbeitskräfte in der jüdischen Industrie und in Bauunternehmen zu arbeiten. Als Bürger des Staates Israel wurden ihnen theoretisch die gleichen religiösen und bürgerlichen Rechte wie den Juden garantiert. In der Realität jedoch lebten sie bis 1966 unter einer Militärgerichtsbarkeit, die ihre politischen Möglichkeiten und ihre Bewegungsfreiheit stark einschränkte.


Der Gazastreifen stand von 1948-67 unter ägyptischer Kontrolle. Im Mai 1950 richtete das UNRWA insgesamt 53 "Flüchtlingslager" ein, um den mehr als 650 000 arabischen Flüchtlingen zu helfen. Der Gazastreifen, 25 Meilen (40 km) lang und 4-5 Meilen (6-8 km) breit, wurde zu einem der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Die Arbeitslosigkeit war hoch, viele Palästinenser lebten in Flüchtlingslagern und waren vor allem auf UN-Hilfe angewiesen. Die meisten landwirtschaftlichen Flächen, die sie zuvor bewirtschaftet hatten, waren nun unzugänglich, und Industrie war kaum zugelassen, aber der Handel florierte, da Gaza zu einer Art zollfreiem Hafen für die Ägypter wurde.


1967 besiegte Israel im Sechstagekrieg die vereinten Streitkräfte Ägyptens, Syriens und Jordaniens und eroberte große Gebiete, darunter Ost-Jerusalem, das Westjordanland und den Gazastreifen. Der Sieg Israels löste einen weiteren Exodus der Palästinenser aus: Mehr als 250 000 Menschen flohen an das Ostufer des Jordan. Etwa 600 000 Palästinenser blieben jedoch im Westjordanland und 300 000 im Gazastreifen. Auf diese Weise wurden die 3.000.000 israelischen Juden zum Herrscher über etwa 1.200.000 Araber. Darüber hinaus entwickelte sich unter den Israelis eine Bewegung, die für die Besiedlung der besetzten Gebiete - insbesondere des Westjordanlands - als Teil des jüdischen Erbes im Heiligen Land eintrat. In den zehn Jahren nach dem Krieg ließen sich mehrere tausend israelische Juden in den Gebieten nieder.



"Die westlichen Politiker haben versagt":


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